KIRCHE AM ORT - KIRCHE AN VIELEN ORTEN GESTALTEN

Seelsorge bei Menschen mit Behinderung

Referentinnen: Doris Albrecht (Blindenseelsorge, Hörgeschädigtenseelsorge) und Martina Feddersen (Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern)
Sekretariat: Rita Rieder

Tel.: 07472 169-543 (Albrecht)/ -324 (Feddersen)/ -421 (Rieder)
Fax: 07472 169-570
E-Mail: Hauptabteilung IV

Aufgaben

Im Fachbereich “Behindertenseelsorge” sind die Bereiche “Blindenseelsorge”, "Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern" sowie “Hörgeschädigtenseelsorge” zusammengefaßt. Der Fachbereich verantwortet die fachliche Konzeption und unterstützt die Seelsorgerinnen und Seelsorger in struktureller Hinsicht.
Ziel der seelsorglichen Arbeit ist, Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen, als gleichberechtigte Mitglieder am Leben von Kirche und Gesellschaft teilhaben zu können. Menschen mit Behinderung sollen darin unterstützt werden, ihre eigene Identität zu finden, mehr Selbständigkeit zu erreichen und ihren Glauben zu leben.

Die Zusammenarbeit mit der „Arbeitsstelle Behindertenpastoral der Deutschen Bischofskonferenz“ (siehe auch bei Links) ermöglicht den fachlichen Austausch und Angebote der Fortbildung.

Wichtige Impulse für die Arbeit der Behindertenseelsorge bietet das Wort der Deutschen Bischofskonferenz „UnBehindert Leben und Glauben teilen“ (siehe Downloads).

Downloads

Unbehindert Kirche leben
Schritte zur inklusiven Kirchengemeinde

 

 

Die Deutschen Bischöfe: „UnBehindert Leben und Glauben teilen“:
Mit diesem Wort wollen die Bischöfe einige wichtige Fragen und Anliegen von Menschen mit Behinderung erneut der breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein bringen. Zugleich ist es als Ermutigung an die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen gerichtet.

 

 

Bischof Franz Kamphaus: „Der neue Mensch?“

Links

St. Elisabeth-Stiftung
Trägerin von Einrichtungen der Altenhilfe, Behindertenhilfe und Gesundheitshilfe

Stiftung St. Franziskus
Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie des Sozialdienstes für Hörgeschädigte

Stiftung St. Vinzenz
Trägerin von Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie des Sozialdienstes für Hörgeschädigte

Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz
Hinweise auf Fortbildungsmöglichkeiten, kostenlose Zeitschrift "Behinderung & Pastoral" mit weiteren Downloads

Caritasverband Deutschland
Unter dieser Adresse finden Sie alle weiteren Angaben zur Caritas, deutschlandweit wie auch diözesan, mit ihren Einrichtungen der Behindertenhilfe

Behindertenseelsorge im Erzbistum Köln:
Mit Literaturhinweisen, zum Thema Barrierefreiheit im Internet u.a.

Zitate

Zeichen setzen in der Zeit“- Pastorale Prioritäten der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Januar 2004):
„Menschen mit Behinderung, psychisch kranke und ausgegrenzte Menschen als Subjekte ihre Lebens wahrnehmen und achten, ihre Anliegen aufgreifen. Sie in ihren je eigenen Situationen unterstützen, in ihren spezifischen Fähigkeiten fördern und sie bei ihrer Partizipation am Leben der Kirche und der Gesellschaft unterstützen. Behindertenarbeit auf allen Ebenen unterstützen und in die Pastoral integrieren.“

Kardinal Karl Lehmann:
„Als Ebenbild Gottes darf der Mensch nicht Mittel zum Zweck werden. Niemals darf er zu anderen außerhalb seiner selbst liegenden Interessen verzweckt werden. Der Mensch ist zuerst Person, die in sich selbst steht und nie nur Funktion, die im Dienst eines anderen steht. Darin ist die Würde des Menschen begründet. Dies gilt in jeder Situation vom Anfang bis zum Ende des Lebens. Niemand hat das Recht, diese persönliche Selbstständigkeit, die nur Gott geben kann, einzuschränken. Sie gilt dem Ungeborenen und dem Todkranken, dem im Alter erlöschenden Leben und dem Behinderten“.

Dr. Hermann-Josef Reuther, Gehörlosenseelsorger in der Erzdiözese Köln:
„Jesu Hinwendung zu den Menschen geht direkt an die Hilfsbedürftigen, Kranken, Pflegebedürftigen, Behinderten und Notleidenden. Sie ist immer zeichenhaft und real-existenziell: Zeichenhaft ist sie, weil sie nicht eine platt-oberflächliche Bedürfnisversorgung erledigt, sondern in ihrem Geschehen immer eine tiefere Bedeutung mittransportiert, die den Menschen in seiner Existenz ernst nimmt und ihn mit einer tieferen Wahrheit vertraut macht: der Liebe Gottes. Real-existenziell ist sie, weil sie nicht das Kollektiv als großes und ganzes anspricht, sondern den Einzelnen in seiner momentanen Verfasstheit“.

aus der Broschüre zur Woche für das Leben 1994:
„Niemals aber ist ein Mensch nur behindert. Behinderung ist immer ein Teil des Menschen, ein Ausschnitt aus der Vielfalt des Menschen, ein Ausschnitt aus der Vielfalt seines Menschseins und seiner Möglichkeiten. Deswegen sind Menschen mit Behinderung nicht Menschen, die nur betreut und beschützt werden müssen. Es sind Menschen, die etwas zu geben haben, die etwas können, die etwas beitragen im Zusammenleben der Menschen, auch bei schwerster Behinderung“

Die deutschen Bischöfe:
„In der Gottebenbildlichkeit des Menschen gründet seine Würde. Sie besagt, dass er im Voraus zu all seinen Leistungen, zu all seinen Fähigkeiten und Unfähigkeiten von Gott bedingungslos geliebt und bejaht ist. Die Menschwürde ist daher unantastbar und kommt allen Menschen, unabhängig von der Einschätzung anderer oder ihrer Selbsteinschätzung zu, den Geborenen und Ungeborenen, den Gesunden und Kranken, den Behinderten und Sterbenden“.
aus: „Der Mensch: sein eigener Schöpfer?“, in: Die deutschen Bischöfe 69, Bonn, März  2001, S. 5

Papst Johannes Paul II.:
„Der Mensch mit Behinderung ist personales Subjekt mit allen Rechten einer Person. Darum muss ihm die Teilnahme am Leben der Gesellschaft in allen Bereichen und auf allen mit seinen Fähigkeiten erreichbaren Stufen ermöglicht werden.
Der behinderte Mensch ist einer von uns und teilt voll und ganz unsere Menschennatur. Es wäre eines Menschen von Grund auf unwürdig und eine Verleugnung der gemeinsamen Menschennatur, wenn man zum Leben der Gesellschaft und so auch zur Arbeit nur voll Leistungsfähige zuließe, weil man damit in eine schwere Form von Diskriminierung verfiele.“ (Papst Johannes Paul II., „Über die menschliche Arbeit“ in der Enzyklika „LABOREM EXERCENS“, 1981)